Ein Entwickler-Notebook

Was braucht ein Notebook, wenn es den Ansprüchen eines Entwicklers gerecht werden soll? Auf diese Frage versuche ich in diesem Artikel eine Antwort zu geben.
Da sprinter in seinem letzten Artikel sein neues Entwicklersystem vorgestellt hat und bereits erwähnte, dass wir nach einem Entwickler-Notebook suchen, möchte ich erläutern welche Maßstäbe wir gesetzt haben und wofür ich mich letztlich entschieden habe.

Was braucht ein Entwickler

Zunächst braucht ein Entwickler Platz auf dem Display, um seine Entwicklungsumgebung ordentlich nutzen zu können. Es kommen also nur Displays mit einer Auflösung von mindestens 1600×900 Pixel in Frage, wobei ich hier in die Vollen gehen würde und ein Gerät mit Full-HD Display den Vorzug gebe. Mehr Platz ist immer besser und man weiß ja nie was in den nächsten 2-3 Jahren noch kommt.
Dann darf natürlich nicht zu wenig RAM im System verbaut sein. Da wir sehr viel mit virtuellen Maschinen arbeiten und diese mitunter sehr Resourcenhungrig sind, darf es ruhig etwas mehr sein. 8GB RAM sind gut und 16GB RAM nicht zu bezahlen. Zumal man erstmal ein Notebook finden muß, welches 16GB unterstützt.
Auch der Prozessor spielt eine große Rolle. Quad Core oder Dual Core, das ist hier die Frage. Ich habe mich für einen Quad Core Prozessor entschieden, damit die virtuellen Maschinen auch nebenbei laufen können. Für einen Entwickler der ohne VMs arbeitet reicht ein Dual Core Prozessor locker aus. Welcher Prozessor es geworden ist und warum, erläutere ich später.
Da ein Entwickler viel mit der Tastatur arbeitet, ist es auf jeden Fall empfehlenswert hier einen hohen Maßstab anzusetzen. Eine Tastatur darf, wie bei einem Desktop Rechner, nicht nachgeben und muß ein angenehmes Tippgefühl vermitteln. Des Weiteren dürfen die Tasten nicht zu klein sein und beleuchtet darf sie auch sein, damit man bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch die richtigen Tasten trifft.

Welcher Prozessor ist der Richtige?

Wie bereits erwähnt ist die Wahl des Prozessors sehr wichtig und kann auch sehr schnell ins Geld gehen. Wir haben uns für den Hersteller Intel entschieden, da man in der Business-Sparte nur Notebooks mit Intel Prozessoren findet. Zur Auswahl stehen die Prozessoren i3, i5 und i7. Hier sollte man darauf achten, dass man kein veralteten Prozessor wählt sondern einen der aktuellen Serie mit dem Namen Sandy Bridge. Das hat den Hintergrund, dass diese bereits einen Grafikchip integriert haben und somit weniger Strom verbrauchen. Notebooks, die diese Chips verbaut bekommen haben, verzichten nicht automatisch auf eine Grafikkarte. Wer sie aber nicht braucht, kann darauf verzichten und spart bares Geld.
Ein Notebook für einen Entwickler benötigt in meinen Augen einen i7 Quad Core Prozessor, da die bereits erwähnten VMs nur davon profitieren können. Wer nur wenig oder gar nicht mit virtuellen Maschinen arbeitet, der kann getrost auf einen i5 zurückgreifen.

Business vs. Customer

Wo findet man solche Geräte, die alle Anforderungen erfüllen? Bei meiner Suche nach meinem Entwickler-Notebook habe ich viele Test gelesen und viele Geräte ausprobiert. Die Customer Geräte haben meistens eine Tastatur die meinen Ansprüchen nicht gerecht wird oder sie ist nicht beleuchtet. Auch das Gehäuse spielt bei mir eine große Rolle. Es muß stabil sein und unempfindlich gegenüber Kratzern muß es auch sein. Da scheiden die meisten Customer Notebooks aus, da sie oft eine Klavierlackoptik haben.
Ein mattes Display ist schick, aber nicht unbedingt notwendig. Da ich aber keinen Schminkspiegel benötige, habe ich mich für ein mattes Display entschieden. Das ist auch wieder ein K.O.-Kriterium für die meisten Consumer Geräte. Was bleibt also übrig? Ein Gerät aus der Business Klasse am Besten ein Notebook für Außendienstler. Warum? Weil die am robustesten gebaut sind.

Mein Notebook

Ich habe mich für ein Dell Latiude E6520 entschieden in dem die folgenden Komponenten inne wohnen:
– Intel Core i7 2720QM
– 8 GB RAM
– Full HD Display (mattes Display)
– hintergrundbeleuchtete Tastatur
Kosten: 1800,-€
Ohne jetzt weiter Werbung für Dell zu machen, aber das Gerät ist jeden Cent wert. Es ist robust, da es sein Dasein sonst bei Außendienstlern fristet. Es hat eine sehr gute Tastatur, die kein Stück nachgibt und Preis-Leistungs Verhältnis ist i.O. .

Fazit

Mit einem Desktop PC kann man für die Hälfte des Geldes mehr bekommen. Das ist Fakt! Aber, wer wie ich viel unterwegs ist und selten an seinem Desktop PC sitzt, der kann mit diesem Gerät bequem und sehr komfortabel arbeiten.

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